
Historische Ereignisse und Prozesse räumlich einordnen
Sie gilt als eine der dramatischsten Begegnungen der deutschen Geschichte und bildete später die Grundlage eines der wichtigsten nationalen Mythen: die "Königin der Herzen" und "Mutter der Nation". Königin Luise von Preußen, will nach der totalen militärischen Niederlage ihres Landes den siegreichen französischen Kaiser, Napoleon Bonaparte, um einen milden Frieden bitten - ihn, den sie bis dahin als "Ungeheuer" und "Höllenmenschen" bezeichnete.
Eine für ihre Schönheit gerühmte junge Frau soll nach ihrer Flucht in den äußersten Winkel ihres Reiches den mächtigsten Mann ihrer Zeit becircen, dessen Armeen nahezu ganz Europa unterworfen haben und dem nun auch das auf sein Militär so stolze Preußen katastrophal unterlegen war. Rasch wurde gerade auch dieser aufopfernde Einsatz der "preußischen Madonna" für ihr Land als Ursache ihres frühen Todes verklärt.
Im Ostpreußischen Landesmuseum sind zwei herausragende Kunstwerke zu erleben, welche diese legendäre Episode aufgreifen und anhand derer nicht nur ein wichtiger Moment preußische Geschichte, sondern auch nationale Mythenbildung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eindringlich vermittelt werden kann: Das um 1895 entstandene monumentale Ölgemälde von Rudolf Eichstaed, und eine überlebensgroße Skulpturengruppe von Gustav Eberlein, damals der angesagteste Bildhauer am wilhelminischen Hof. Beide Kunstwerke verdeutlichen, wie Legenden entstehen, patriotisch umgedeutet und national instrumentalisiert werden können. Was aber bedeutet die Rose in Luises Hand?
Für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse
Dauer: | 1 ½ Stunden |
Kosten: | 2,00 Euro pro Person |
Teilnehmer max.: | 30 Schüler |
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Anmeldung: |
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Telefon: | +49 (0) 4131 75995-0 |
Fax | +49 (0) 4131 75995-11 |
Email: |
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