Kommunikation-Kommerz-Krieg. Livland und die Hanse im 16. Jahrhundert

Do, 20. September 2012 - 19:00 (Einlass ab 18:30 Uhr)

Wissenschaftliche Vortragsreihe für Einsteiger und Fortgeschrittene mit Dr. Dennis Hormuth

Das Schwarzhäupterhaus in Riga aus dem 14. Jh., Foto: Siegfried Wittenburg

 

Die livländischen Städte gehörten bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts der Hanse an. Da sie insbesondere als Vermittler russischer Waren von Ost nach West dienten, ist ab Ende des 15. Jahrhunderts die Politik des Moskauer Reichs als neuem Nachbarn im Osten Livlands von entscheidender Bedeutung.

 

So hatten zunächst die Schließung des Novgoroder Hansekontors und dann insbesondere der Livländische Krieg 1558-1582/83 bedeutsame Auswirkungen auf das Verhältnis der livländischen Städte zur Hanse. Im Zuge dieses Krieges kamen die livländischen Städte unter die Herrschaft der Könige von Schweden, Polen-Litauen und Dänemark sowie zeitweise unter Moskauer Herrschaft, wodurch sie ihre Mitgliedschaft in der Hanse verloren.

 

Der Vortrag nimmt das Verhältnis der livländischen Städte zur Hanse in einem weiten zeitlichen Bogen vom Ende des 15. bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts über diese Zäsur hinweg in den Blick. Er fragt dabei nach den Kontakten der livländischen zu den übrigen Hansestädten, wobei den drei Feldern der Kommunikation, des Handels und der kriegerischen Auseinandersetzung besondere Beachtung beigemessen wird.


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