Die Stadt Lüneburg war zu Beginn des 16. Jahrhunderts als autonome Landstadt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg fest im Wendischen Quartier in das Netzwerk der Hanse eingebunden. Im Zuge der Umsetzung der Reformation der Kirche seit den 1520er Jahren in Norddeutschland gewannen neben der überregionalen Zusammenarbeit im Rahmen der Hanse regionale Verbindungen der Mitglieder weiter an Bedeutung. So bildete etwa Lüneburg zusammen mit Hamburg und Lübeck bald das sogenannte Tripolitanum, um die aufkommenden Lehrstreitigkeiten während der notwendig gewordenen Dogmatisierung in der lutherischen Kirche zu klären.
Das Thema des Vortrags soll zunächst eine kurze Beschreibung des Fortgangs und der Durchsetzung der Reformation in der Stadt Lüneburg, eingebettet in den regionalen Kontext, sein. Weitergehend wird dann die Zusammenarbeit mit den hansischen Nachbarn und das gemeinsame Handeln in politischen und theologischen Fragen im Fortgang des Reformationsjahrhunderts bis 1600 behandelt werden.
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