Kunst aus dem Deutschordensland Preußen

Schreinmadonna aus dem Hochaltar der Kirche St. Marien zu Elbing, um 1390

03. Februar 2001 bis 27. Mai 2001

 

 

Das sich ab 1231 entwickelnde Deutschordensland Preußen umfaßte ein an der Südostausbuchtung der Ostsee gelegenes Gebiet von westlich der Weichsel bis östlich der Memel. In seiner Blütezeit, der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts, entwickelte es sich zu einem der mächtigsten und modernsten Staaten Mitteleuropas. Die Kunst, die in Preußen zu dieser Zeit entsteht, entspricht dem Selbstverständnis und der Bedeutung des Deutschordensstaates. Sie ist einerseits durch vielfältige Einflüsse aus anderen Kulturlandschaften wie Schlesien, Böhmen, Franken oder auch den Hansestädten gekennzeichnet, andererseits entwickelt sie eigenständige Sonderformen.

 

 

Prunkharnisch des Hochmeister des Deutschen Ordens, Süddeutschland um 1510, Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlung, Dresden

 

 

Diese finden wir beispielsweise in den um 1400 enstandenen Schreinmadonnen oder in den kunsthistorischen Hinterlassenschaften des Deutschen Ordens, seinen Burgen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem vereinigten Königreich Polen-Litauen und der ständischen Opposition führen 1466 zum Verlust des westlichen Landesteiles an die Krone Polens. Aus dem 1928 gegründeten Diözesanmuseum des 60 Kilometer südlich von Danzig liegenden westpreußischen Pelplin stammen die meisten der präsentierten Kunstwerke. Sie finden Ergänzung durch herausragende Objekte aus deutschen Museen, Institutionen und Kirchen. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung haben dankenswerterweise die Bischöfe von Pelplin und Hildesheim Prof. Dr. Bernhard Szlaga und Dr. Josef Homeyer, übernommen.

 

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