Kirche im Dorf: Ausstellung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Dorfkirche in Neuhausen bei Königsberg, Öl auf Leinwand von Karl Storch 1934

15. November 2003 bis 15.Februar 2004

 

Die Kirche soll im Dorf bleiben, sagt man, wenn jemand übertreibt und damit auch seine Lebensordnung gefährdet. Diese Redeweise setzt die dörfliche Gesellschaft voraus, in der die Kirche den Mittelpunkt darstellte. Die Ausstellung macht die Funktion dieser Pfarrkirche durch Urkunden, Akten, Amtsbücher, Karten, Zeichnungen, Skulpturen und Kirchengerät aus Mittelalter und früher Neuzeit anschaubar.

Messbuch für die Diözese Ermland, Straßburg 1497

 

 

 

 

 

 

Die Ausstellung zeigte zunächst "Die Kirche als Mitwirkende bei Besiedlung und Erschließung des Landes", denn sie war sowohl zur Zeit des Deutschen Ordens als auch danach in der herzoglichen Zeit stark an der Erschließung des Landes beteiligt. "Die Kirche als Ort architektonischer und künstlerischer Anschauung" verdeutlicht, welche künstlerischen Einblicke die Kirche dem Landbewohner vermitteln konnte, die diesem sonst nicht zugänglich gewesen wären.

Schreinenmadonna aus dem Hochaltar der Kirche St.Marien zu Elbing um 1400

 

 

Schreinmadonnen waren eine Besonderheit des Preußenlandes. Die Ausstattung von Kirchen mit Fresken wird durch neuzeitliche Abmalungen vorgestellt. Für "Verkündigung und Seelsorge durch den Pfarrer" werden dessen Hilfsmittel gezeigt - wie Messbücher und Gesangbücher, aber auch Kirchenordnungen. Die einzelnen kirchlichen Handlungen wie Taufe, Trauung, Abendmahl und Beerdigung veranschaulichen sich durch obrigkeitliche Bestimmungen, aber auch durch Abendmahlsgeräte. Schließlich gab es Landpfarrer, die als Philologen arbeiteten wie Johannes Bretke (gest. 1602), der die ganze Bibel ins Litauische übersetzte, während andere als Historiker oder Landeskundler tätig waren.

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