Von Prußen und Preußen:
Heidenmission und Herrschaftsbildung führen im 13. Jh. zur Eroberung des Siedlungsgebietes der baltischen Prußen durch die Ritter des Deutschen Ordens. Von der Urbevölkerung übernehmen die Landesherren den Namen für ihren mehrethnischen Deutschordensstaat Preußen.
Aus seinem östlichen Teil erwächst 1525 das evangelische Herzogtum Preußen. In ihm begründet 1701 der brandenburgische Kurfürst das Königreich Preußen, dessen Name allmählich auf den brandenburgisch-preußischen Gesamtstaat übergeht.
Die relative Sonderrolle der späteren Provinz Ostpreußen endet erst mit der Aufnahme in den Norddeutschen Bund 1867 und der Einbeziehung in das unter Preußen geeinte Deutsche Kaiserreich 1871.
Von Weltkrieg zu Weltkrieg:
Nach dem 1. Weltkrieg verfügt der Versailler Vertrag den Verlust von über 70.000 qkm deutschen Staatsgebietes, darunter großer Teile Ostdeutschlands. Ostpreußen verliert das Memelgebiet und wird durch den Polnischen Korridor vom Mutterland getrennt. Am Ende des 2. Weltkrieges kommt von den etwa 2,5 Millionen in Ostpreußen lebenden Menschen eine halbe Million ums Leben.
Die anderen erleiden Flucht, Verschleppung und Vertreibung.
Ostpreußen wird, wie das ganze östlich von Oder und Neiße liegende Ostdeutschland, den Territorien von Russland, Polen und Litauen zugesprochen.
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