Bilder finden

Di, 22. Mai 2018 um 19:00 Uhr / Eintritt 6 €

Ein Film von Benjamin Geissler in der Reihe "Nordöstliche Spuren im Kino" im Programmkino SCALA, Apothekenstraße 17 in Lüneburg

Im Rahmen der Filmreihe "Nordöstliche Spuren im Kino", die das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg, das Nordost-Institut Lüneburg sowie das Programmkino SCALA 2016 ins Leben gerufen haben, zeigt das Scala den Dokumentarfilm "Bilder finden".

 

Bruno Schulz, der weltweit hochgeachtete polnisch-jüdische Schriftsteller (in 39 Sprachen übersetzt) und Maler hat unter während der deutschen Besatzung 1941/42 in der galizischen Stadt Drohobycz in einer von dem Wiener SS-Führer Felix Landau okkupierten Villa Wandfresken für dessen Kinder gemalt, um sein Leben zu retten. Am 19. November 1942 ist Bruno Schulz von der SS erschossen worden. Die Wandbilder sind nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trotz intensiver Suche nicht wieder gefunden worden.

 

Am 9. Februar 2001 hat das Filmteam des Dokumentarfilmers Benjamin Geissler die lange verschollenen geglaubten Bilder wiederentdeckt. Im Mai 2001 wurden Fragmente dieser Wandmalereien von Mitarbeitern der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem in einer geheimen Aktion aus den Wänden der Villa herausgetrennt und nach Israel ausgeführt. Das Vorgehen Yad Vashems führte zu einer weltweiten Kontroverse. "Bilder finden" dokumentiert die Suche, das Finden und das Verschwinden der Wandmalereien von Bruno Schulz. Dabei erzählt der Film auch die Geschichte einer der umstrittensten Museums-Akquisitionen der letzten Jahre. Yad Vashem beansprucht das moralische Recht die Arbeiten zu "sichern". Ukrainische und polnische Offizielle sprechen hingegen von einem Verbrechen. Aber was sagen Jüdinnen und Juden aus Drohobycz in der Ukraine und in Israel dazu? "Bilder finden" gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, dem Regisseur in ein genau durchkomponiertes Mosaik aus veröffentlichten und unveröffentlichten Zeugnissen über Bruno Schulz und seine letzten Tage zu folgen. Dabei ist ein Film entstanden, der auf poetisch eindringliche Weise zeigt, wie präsent die Folgen des Holocaust heute noch sind.

 

Vor dem Film wird PD Dr. Agnieszka Pufelska, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nordost-Institut mit Schwerpunkt Polen und ausgewiesene Kennerin der deutsch-jüdisch-polnischen Beziehungen, kurz in die Thematik und den historischen Kontext einführen.

 

 


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