Kabinettausstellung
"Annelieses Fahrrad" (Frank Popp, Installation, 2017)

Königsberger Rot - Erinnerungsarchäologie. Arbeiten von Frank Popp (1941-2020)

7.5.2022 – 7.8.2022

Frank Popp, geboren 1941 in Königsberg, gestorben 2020 in Hannover, begann nach dem Abitur 1962 das Architekturstudium in Aachen. Bilder und Objekte hatten ihn schon als Schüler fasziniert. Diesen künstlerischen Strang nahm er später wieder auf als Assistent bei dem Maler und Objektkünstler Hubert Berke in Aachen 1965. 1970 wurde er Assistent bei Gottfried Böhm in Köln, 1977 Professor an der Fachhochschule Hannover für Kunst und Design. Seine freie künstlerische Arbeit konzentrierte sich auf Objekte.

Mit Malerei begann Frank Popp sein künstlerisches Werk, wechselte aber bald zur Objektkunst. Das Sammeln und Ordnen wurde dabei immer mehr zu seinem Arbeitsprinzip. Sehr viele Arbeiten verlieh er zudem eine dokumentarische Aussage. Auf Reisen gesammelte Gegenstände, die strukturiert zusammengefügt, benannte er „Reise Archäologie“. Entsprechend formte er den Begriff der „Erinnerungsarchäologie“ bei den Objekten, die zu seiner ostpreußischen Familiengeschichte in Beziehung stehen.

Die von ihm gestalteten Erinnerungen an die Herkunft des Künstlers aus Königsberg verbinden sich in dieser Ausstellung mit der Erinnerung an den Künstler selbst, der 2020 in Hannover verstarb.